Die Wirtschaft muss wachsen, ansonsten wir unsere Zinsen im nächsten Jahr nicht mehr bedienen können. Also muss zwangsweise die weltweite Verschuldung noch mehr zunehmen... und sie wird nie zu einem Schuldenabbau (wie immer wieder behauptet wird) führen, auch wenn Herr Schäuble meint, dass Deutschland ab 2016 ohne neue Schulden auskommen wird. Aha. Es hat hundert Jahre nicht geklappt und soll ausgerechnet jetzt, mit all den weltweiten Herausforderungen, allen voran die Euro-Situation mit den höchst verschuldeten Ländern, klappen? Hierbei sei nochmals gesagt, dass all diese "Problem"-Länder auch bei Aufnahme in den Euro nicht die Richtlinien erfüllten. Wieso damals bei den Zahlen so gewürgt wurde, kann nur spekuliert werden.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/finanzminister-schaeuble-2016-werden-wir-ohne-neue-schulden-auskommen/8366898.html
Die weltweite Verschuldung hat auch nochmals eine Schippe draufgelegt. Seit 2008 knapp verdoppelt auf ca. 100 Billionen US Dollar (ok der Dollar hat auch weiter an Wert verloren, also ist die Verschuldung doch nicht so hoch....). Und sie wird weiter wachsen.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/staatsanleihen-schulden-klettern-weltweit-auf-100-billionen-dollar/9595114.html
Raimund Brichta meint hingegen und nicht ganz zu unrecht: "Warum die Schulden verteufeln?" Auch hier fehlen die Alternativen und Munition zur Zinssenkung haben die Notenbanken kaum mehr.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Warum-die-Schulden-verteufeln-article11630326.html
Nun kann sich jeder selber eine Meinung dazu bilden, was für Ihn in diesem Umfeld das richtige Anlageinstrument ist. Es sei daran erinnert, dass praktisch alle Analysten Gold zum Verkauf oder Halten empfohlen haben (natürlich erst nachdem der Preis schon 20 Prozent oder mehr gefallen ist), nur ganz wenige haben zum Kauf geraten. Man merke: Die Mehrheit liegt nicht immer, aber doch sehr oft falsch. Gold ist seit anfangs Jahr sukzessive und stetig gestiegen und wird wohl im jetzigen höchst angespannten Umfeld (Krim-Krise, USD-Zerfall, langjähriges Tiefstzinsniveau) weiter zulegen. Bei einer Verschärfung der Krise, könnten wohl bald wieder Kurse um 1600 USD oder noch höher möglich sein. Das Problem könnte allerdings sein, dass der Dollar weiter an Wert verliert.
Umgekehrt ist seit anfangs Jahr das Börsenlicht auf grün. Erinnerungen mit deutlichen Parallelen an den Frühling 2000 werden wach. Die meisten Analysten empfehlen zum Aktienkauf, Alternativen zu Aktien gäbe es keine (auch wenn viele Aktien wohl schon zu teuer sind und es einfach niemand wahrhaben will), bei den Technologie- und Biotechwerten gibt es dabei schon jetzt kein Halten mehr und Kurse verfielfachten sich seit 2008. Die Grossmutter rollt wieder aufs Börsenparkett! Der Nachbar erzählt nur noch von seinen Gewinnen an den Börsen und die Medien berichten überall von Höchstständen bei den vielen Börsenplätzen. http://www.deraktionaer.tv/video/wolkentrader-es-gibt-keine-warnhinweise-50166589.html Was haben wir alles für Kursziele in den letzten Wochen gehört? http://www.worldmarkets.ch/files/aktien/aaaaktien.html
"Betriebsblindheit" und Leichtsinnigkeit macht sich breit. Auch wenn eine mögliche Korrektur "nur" 10 oder 20 Prozent ausmacht, kann dies schmerzhaft sein, denn die überbezahlten Firmen werden dann deutlich mehr als die Indizes zurückfallen. Darum wenn Aktien, spricht vieles einmal mehr für Fondsanlagen welche breit diversifizieren.
Man merke auch hier: Die Mehrheit liegt nicht immer, aber doch sehr oft falsch!
Denn, solche Neuigkeiten will aktuell niemand lesen und hören und erinnert an die 80er Jahre:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-03/usa-sanktionen-russland