The sky is the limit... Keine Alternative zu Irgendetwas
Dezember 2013
...und nun haben wir die Anlegerwelt die es braucht. Die Anlegerwelt für den perfekten Mix. 

a) um Gewinne zu erzielen (vorausgesetzt man verkauft seine Aktien auch wieder rechtzeitig)
b) um ins Verderben zu rennen ("Hausfrauenhausse" oder für Diejenigen welche eben nicht rechtzeitig verkaufen)

Wer nicht dabei ist, verliert Geld (so die Argumentation vieler Investmenthäuser).

-Die Notenbanken haben die Zinsen auf praktisch Null gedrückt und zwingen die Anleger somit zu mehr Risiko (und jetzt soll mal irgendeiner noch ergänzen, dass Aktien kein Risiko sind. Banken werden in den seltesten Fällen empfehlen ihre eigenen Produkte zu verkaufen)

-Bernanke und Draghi geben in Ihren Communiqués praktisch einen Freipass für mehr Risiko (...wenn es sein muss werden wir eingreifen, um nur ein einfaches Wording zu benutzen, "Dicke Berta" ist ein anderes)

-Alternativen der schleichenden Inflation aus dem Weg zu gehen sind rar, also will man Erträge erzielen, MUSS der Anleger die qualvolle Variante der Aktienanlage (Sachwert) überdenken. (Und zu Viele haben sowieso zu lange gewartet, bis sie kaufen, weil sie es erst spät vom Nachbar erfuhren welche horrende Gewinne dieser eingefahren hat, wie sehr sehr oft..., déjà vu)

-Die Welt verschuldet sich... und zwar in einem Ausmass welches wir noch NIE gesehen haben. Dank 5-jähriger Tiefstzinsphase welche wohl noch laaaange Zeit andauern könnte... könnte.
Sei es über Immobilien, Kreditkarten, Shopping, Leasing etc.

-Immobilien (nein wir haben keine Immobilienblase und zwar weltweit nicht...aha!). Was bewirkt denn das tiefe ZInsniveau? Genau! Viele verschulden sich, obwohl sehr oft diese Personen sich dies überhaupt nicht leisten könnten... auch hier erfahren viele vom Nachbar wie günstig er mit seinem Eigenheim wohnt. Also schaufelt man sein letztes Geld zusammen um irgendwie noch an ein Eigenheim zu kommen... und die Banken weltweit spielen mit! Beängstigend ist auch bereits wieder die Entwicklung in den USA, welche bereits wieder Höchststände im Immobilienmarkt seit 2008 verzeichnen... unglaublich aber wahr. Dabei sitzen immer noch zehntausende verschuldete Menschen aus der 2007er-Blase in der Schuldenfalle, ok diese Personen interessiert das "System" nicht. Die Lunte brennt garantiert, auch wenn dies niemand derzeit hören und riechen will.

-Und jetzt noch die Wiedergeburt des Freihandels 
http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1501582/WTOEinigung_Die-Wiedergeburt-des-Freihandels
welche ein "Halleluja" der Problemlösung hervorzauberte. Wir werden es sehen.

Einzig das verflixte Gold will nun niemand mehr kaufen. Dank sämtlichen Problemlösungen der Notenbanken haben sich viele wieder (natürlich auch hier) mit Verlust verabschiedet, viele davon sind Kleinanleger und heissen nicht Buffett oder Soros welche den Markt dirigieren. Wenn Anleger merken, dass wir in der grössten Wirtschaftsmanipulation der Weltgeschichte stecken, wird auch das Gold wohl bald wieder mehr wert haben. Der Dollar dann vielleicht nicht unbedingt.

Die Euphorie war schon Ende der 90er Jahre beinahe grenzenlos geschweige denn vor dem 2007/2008 Crash.

Gehen wir also davon aus, dass durch die Pumpmaschinen der Notenbanken die Märkte weiter zulegen können. Da haben wir also den Dax bei 10'000 Punkten, den Dow und Nikkei in Richtung 20'000 Punkten und vielleicht den SMI in Richtung 9'000 Punkten. Da nun das allgmeine Wording aus "Kaufen" und nicht aus "Verkaufen" besteht... wohin soll die Reise führen? Irgendwann werden die Zinsen erhöht werden müssen, denn wir wissen und sehen es: Die Blasen entstehen derzeit überall und je länger die ZInsen tief bleiben, umso mehr steigt die Gefahr des totalen Absturzes (wie auch immer der ausschauen soll). Das Pulver auf der Zinsseite ist jedenfalls nicht mehr vorhanden.

Auch hier sei nochmals gesagt, dass das Gesetz von Angebot und Nachfrage nicht mehr gültig ist, will heissen die Märkte können sich schon sehr sehr lange nicht mehr selber regulieren. Wir brauchen die tatkräftige Unterstützung der Notenbanken. Koste es was es wolle und es wird uns etwas kosten. Diejenigen welche nicht mehr im "System" arbeiten, bezahlen bereits jetzt die Zeche. Diese sind bereits in keiner Statistik mehr geführt. Eine Enteignung ist wohl zumindest am Horizont ersichtlich, in welcher Form diese auch immer stattfinden wird. Kreative Ideen gibt es genug, viele haben dies noch gar nicht mal gespürt. Wieso auch ändern oder dieser entziehen können wir wohl kaum.
http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/mega-defizite-der-euro-laender-warum-die-vermoegensabgabe-fuer-alle-kommen-wird_id_3468195.html

Zu guter Letzt denken sich viele; ...und schon wieder ein Schwarzmaler, ein Pessimist. Mag sein, seit 1982 stiegen zwar die Aktienmärkte (wieso nimmt man eigentlich immer die Aktienmärkte als Stimulationsbarometer?), jedoch wurde weltweit auch eine ganz schöne Grube verbrannter Erde hinterlassen (und immer wieder zugeschüttet).

Der Kapitalismus lässt grüssen, niemand will seinen Status quo aufgeben und zufrieden sein. Es wird auch immer mehr von Mitarbeitern aus der Finanzbranche aber auch anderen Branchen verlangt. Getrieben von amerikanischen Managerschulen treiben wir in Richtung "nowhere". Sozialkompetenz verschwindet immer mehr, Leistung wird verlangt... oft um jeden Preis, ohne dass man Kunden fragt was überhaupt deren Bedürfnisse sind. Da bleibt Apple wohl ein Pionier!
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