1986 - 1993 - 2000 - 2007 - 2014
Mai 2013
Und weiter geht''s!
 
Ärgerlich für Diejenigen welche nicht an der Party sind und missmutig auf Diejenigen schauen, welche Gewinne einstecken und hoffentlich später auch rechtzeitig aussteigen.
 
Es ist geschehen: Die Notenbanken haben das erreicht, was sie seit der Finanzkrise verzweifelt und krampfhaft versucht haben. Nämlich die Renditen praktisch auf Null zu drücken und die Anleger faktisch dazu zwingen, mehr Risiken einzugehen. Egal ob der entsprechende Anleger seinem Anlageprofil entspricht oder nicht. Das heisst die renditeverwöhnten Bondanleger der letzten 30 Jahre haben nun keine Alternative mehr, um einer schleichenden (und hoffentlich bleibt es bei einer schleichenden) Inflation zu entkommen. Sachwerte sind gefragt! Nun sind wir mitten in einem Crash, einem Aktiencrash nach Oben. Beinahe schon panikartige Käufe von Japan, über Deutschland, Schweiz, Amerika und anderen Ländern drücken Ihre Indizes in luftige Höhen. Tja, und entfliehen wohl leider auch der Realwirtschaft!
 
Wenn die Realwirtschaft diese Lücke nicht schliessen kann, dann können wohl die Wettbüros erste Wetten entgegennehmen, wie stark der Rückschlag wohl sein wird! Ausser den dauernden Crashpropheten wie Marc Faber, Günther Hannich etc. rechtfertigen viele Analysten (meist "abhängig" von ihrem Arbeitgeber) diese Hausse teilweise als die Jahrhunderthausse. Mag sein, dass dies stimmen könnte, denn stemme Dich nie gegen die Notenbanken und vor allem nicht wenn sie derzeit im Experimentiermodus sind. Das heisst, sie versuchen etwas, was sie noch nie gemacht haben, das heisst, sie werden Geld "pumpen" bis das Gummiband reisst, weil sie wohl auch das nächste Mal den (grossen?) Crash nicht sehen werden. Es sei denn, eben die Realwirtschaft kann diesen Gap schliessen... Hmm, das heisst also, dass die Wirtschaft wachsen müssten.
 
Aber das macht sie ja, werfen nicht alle Unternehmen Rekordgewinne ab? Auf der anderen Seite sind wir in Europa seit Quartalen in einer Rezession! Hmm was stimmt da nicht (hinterfragt sich der "Bulle" selbstverständlich noch nicht)? An wen zum Geier werden denn all diese Produkte und Dienstleistungen verkauft? Oder werden die Lager bis an die Kronleuchterdecke aufgefüllt, für bessere Zeiten, in der wir sonst schon ein deflationäres Überangebot an (Konsum)produkten haben? Warum machen Unternehmen Rekordgewinne? Klar sie entlassen Leute und dies teils massiv seit 2008 und die Börse (der Kapitalist) darf jubeln, dass die Aktien derer Unternehmen höhere Gewinne erzielen!
 
Amerika und Deutschland haben zwischenzeitlich rückläufige Arbeitslosenquoten und steigende nicht publizierte ausgesteuerte Sozialfälle! Aha, soviel zum Thema wie man und ob man Wirtschaftszahlen 100% glauben kann. Ist natürlich auch eine Frage ob man das Glas halb voll oder halb leer verkauft.
 
Also: Europa in einer Rezession:
 
http://www.deraktionaer.tv/video/anleihecheck-bundesanleihen-bleiben-der-sichere-hafen-50162011.html
 
www.fondstrends.ch/news/newsseite/artikel/die-eurozone-befindet-sich-in-einer-rezession/
 
-Aktien steigen in den Himmel!
 
-Immobilienpreise steigen in den Himmel und da schau her, selbst in Amerika ist plötzlich bereits wieder ein Boom entstanden und kitzelt an den Höchstpreisen von 2006/2007, unglaublich aber wahr! Selbstverständlich schauen diejenigen damaligen jetzt (hoch)verschuldeten Hauskäufer vom Strassenrand zu, welche seither aus den Häusern geboxt wurden.
 
www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/rapider-preisanstieg-angst-vor-neuer-blase-auf-amerikanischem-haeusermarkt-12141845.html
 
-Obligationen/Anleihen/Bonds -> Höchstkurse sprich Tiefstrenditen (immer noch halten viele Anleger an den Bonds fest). Was würde wohl passieren wenn von hier (den Bonds) nach da (den Aktien) geflüchtet wird? Tja, dann muss vor allem die EZB riesige Brandherde löschen und das System durch Stützungskäufe (Zitat Draghi: "Glauben Sie mir es wird reichen") noch mehr stabilisieren. Und selbstverständlich können wir uns unendlich verschulden und die Geldmenge unendlich ausweiten.... unverständlich, gefährlich aber auch genauso unglaublich!
 
-Bei den Edelmetallen können wir derzeit nicht von einem Boom sprechen, die glitzernden Metalle werden erst dann wieder interessant, wenn die Länder vor Währungsreformen stehen. Eine nächste Währungsreform wird vermutlich anders ausfallen und finanziert als in der Vergangenheit. Eine Enteignung ist dabei wohl nicht allzu fern. Der Glitzer der Metalle könnte jedoch sehr schnell wieder zurückkommen vor allem wenn die Mehrheit sieht, dass die Notenbanken mit Ihrer Politik nicht nur ins Abseits laufen eventuell sogar massive Problem bekommen.
 
-Und zu guter Letzt will jedes Land eine schwache Währung. Jeder will abwerten. Nanu, wie soll das gehen? Irgendwie hat es bis heute irgendwie funktioniert -> Der US Dollar hat in 40 Jahren ca. 80% seines Wertes gegenüber dem Schweizerfranken verloren. Der japanische Yen innert wenigen Monaten in diesem Jahr 20%, das britische Pfund...... und und und. Währungskrieg ist ein anderes Wort dafür! Derzeit fliehen grad viele Anleger wieder aus dem Schweizerfranken weil sie wohl denken, dass sie an den internationalen Börsen etwas verpassen oder die Krise gar vorbei ist.
 
Und jetzt gibt es nebenbei ein "Bauchgefühl"! Nehmen wir dieses aktuelle Szenario und begutachten dies von einer andere Ecke oder am besten anderen Welt. Wir leben in dem "Jetzt" in welcher wir die Dimension, was passieren wird und könnte nicht sehen, nicht sehen wollen oder einfach ignorieren. Man könnte spüren, dass das ganze "Konstrukt", welches seinen Ursprung irgendwann am Anfang der 80er Jahre hatte Risse aufzeigt. Möge man vielen Politikern, Analysten und Weisen glauben ist unsere globale Wirtschaft zu einem riesigen Straussen Ei des Kolumbus angewachsen,
 
Schon 1986, 1993, 1999, 2006 hatte man alle Probleme im Griff. Sollten wir 2013 das Problem oder besser DIE Probleme oder Unsicherheiten nicht in den Griff bekommen, ist das Pulver der Notenbanken schon ziemlich Nass. An der Zinsschraube kann man nur noch ins Negative drehen (in Europa noch ein halbes Prozent). Auf dieser unserer schönen Welt wird es auch niemand geben, der voraussieht, was für all diese Probleme der richtige Anlageentscheid ist. Wichtig ist, dass man weiss auf welche Risiken man sich einlässt und für sich die Chancen sucht.
 
Ein Optimist ist in der Regel ein Zeitgenosse, der ungenügend informiert ist.(John B. Priestley) 
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