www: WeltWirtschaftsWahnsinn
Februar 2013
Die US-Notenbank könnte ihr milliardenschweres Anleiheprogramm drosseln oder sogar ganz stoppen, noch bevor es die erhoffte Wende am Arbeitsmarkt gebracht hat.
 
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/USNotenbank-zieht-die-Notbremse--Boersen-tauchen-ins-Minus/story/16550290
 
Und rumms fallen die Märkte!
 
In welchem Stadium des Krankheitsgrades befindet sich unsere Weltwirtschaft? Kaum wird nicht mehr gefüttert, wankt die Wirtschaft (ok wenn die Menschen nichts mehr zu Essen bekommen, wanken wir auch). Leider hinkt der Vergleich doch stark und vielleicht merkt nun auch der Letzte, dass die Wirtschaft mit ziemlich grosser Sicherheit ziemlich weit vom „normalen“ Weg, wenn es diesen überhaupt je einmal gab, abgekommen ist.
 
Börse spiegelt nicht Wirtschaft. Wirtschaft spiegelt nicht immer die Börse. Ist die Börse stark, so wie sie durch die Tricks der EZB und Co. in den letzten 8 Monaten gestiegen ist, belebt dies die Kauflust der Anleger und somit die Wirtschaft. So und nicht anders denken, nein reagieren offenbar die Notenbanker. Die Selbstregulation ist seit den 80er Jahren sowieso Geschichte. Kommt hinzu, dass wenn die Notenbanken ihre ultralockere (verantwortungslose?) Geldpolitik bis ins Unendliche ausweiten, wir ziemlich garantiert mit Vollgas in die Wand laufen. Dies Wand wird dann nicht aus Mörtel sondern eher aus Beton sein. Auch wenn von Inflation nichts zu spüren ist (wirklich?), auch wenn dieses Geld nicht im Umlauf ist sondern nur bei den Banken parkiert etc. etc. etc. Zwischenzeitlich philosophieren Analysten ob wir jetzt eine Rezession bekommen werden oder bereits drin stecken:
 
Die Notenbanken kaufen EIGENE Anleihen durch frisch gedrucktes oder umgelagertes Geld? Hmm, soll uns mal jemand erklären und zwar so, dass es Otto-Normalbürger auch versteht, was dabei die Hoffnung ist. Und plötzlich wird entdeckt, dass der „normale“ Anleger gar nicht mehr der Käufer ist, sondern zum Grossteil nur noch die Notenbanken selber. How crazy! Man sollte jedoch mal hinterfragen, wieso solche Aktionen überhaupt notwendig geworden sind. Hätte man vieles reguliert und durch Vorgaben bestimmt, wären viele Ereignisse nicht eingetroffen oder nicht so schlimm gekommen (freies Handeln in der Privatisierung vs vorgeschriebene Paragraphen bei einer Verstaatlichung). Der von den meisten Firmen getriebene Wachstumswahn hat eventuell einen Grossteil der Finanz(erd-)beben zu verantworten. Oft wird gesagt; Stillstand = Rückschritt! Wirklich? Ist es wirklich ein Rückschritt wenn ein Unternehmen seine Kunden stabilisiert und „normal“ wächst, Vertrauen aufbaut und die Erträge nun denn eben gleich bleiben? Wohl kaum. Dies sind jedoch Aussagen welche in der Literatur der teuren Managerschulen unterdrückt werden, denn ein Manager hat die Gier nach mehr Geld, nach mehr Macht? oder eben schlussendlich am Ende des Jahres den höchstmöglichen Bonus zu bekommen. Der Bonus ist getrieben von der Leistung, Leistung erzielt man durch Kreativität, Aktionismus und eventuell durch Unerfahrenheit oder Blauäugigkeit. Leistung kann man auch herausfordern, in dem die Kreativität ein Ausmass bekommt, bis keine Luft im Gummianzug mehr Platz hat. Nimmt man diese obigen Gedanken und schaut bis auf den Beginn des Bonuswahnes im Jahr 1998 in die Finanzwelt zurück, dann wird einem bewusst, dass die Finanzwelt in den letzten 15 Jahren, nur Geld vernichtet hat und das ganze Finanzsystem destabilisiert hat. Sicher nicht alleine aber bestimmt zum Grossteil. 1998 war irgendwo der Beginn des Globalisierungs- oder Fusionswahnsinns und seither haben auch die Sonderzahlungen namens "Bonus" oft einen grösseren Anteil bekommen als der Lohnbestandteil. Named "American Style"!
 
Ist das Glas halb leer oder halb voll?
 
Halb leer: man ist vorsichtig, zurückhaltend und vorbereitet wenn einem die Wand entgegenkommt!
Halb voll: Hoppala, das konnte man doch nicht voraussehen! 
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