Immer wieder die gleichen Stimmen aus denselben Lagern predigen uns ein Ende der EURO Krise vor. Die gleichen Stimmen sprechen immer wieder von Wachstum welches wohl derzeit eher ein Traum denn Wirklichkeit ist. Ganz Europa ist verschuldet, hat die Schulden massiv erhöht, entsprechend die Geldmengen derart weit ausgeweitet, welches in keinem Geldbassin mehr Platz hat, befindet sich in rezessionsähnlichen Zuständen und wird sich von alledem nur schwer vorstellbar lösen oder entfliehen können.
Wir müssen tatenlos zusehen, wie Griechenland, gefangen in einem Währungskorsett, welches zwanghaft zum Erfolg verurteilt ist, ohne den "Drachmen" praktisch chancenlos dem Untergang geweiht ist. Wir müssen auch nicht Hinterfragen wie Griechenland in den letzten Jahren und vor allem Jahrzehnte wirtschaftete. Griechenlands beitritt wurde im Jahr 2000 für "Gut" befunden, obwohl die wirtschaftlichen Kriterien für einen Beitritt nicht erfüllt waren. Interessanterweise bei vielen anderen Ländern ebenfalls. Man hat diese Wirtschaftszahlen in einem Jahr so zurecht "gebogen", dass man die EUROpäische Währung überhaupt gründen konnte.
Wird uns diese Blindheit oder Zwangsgefangenschaft von Griechenland und anderen Ländern nun zum Verhängnis?
Google ist ein perfektes Sammelsurium an Aussagen von Politikern welche uns in den letzten Jahren eher angelogen als die Wahrheit gesagt haben. Die letzte grosse Lüge ist wohl die, wie sich das ganze Griechenland Dilemma entwickelt hat. So wurden Milliarden in ein schwarzes Loch verschoben und Privatanleger im (zu) lange im Glauben gelassen, dass sich die Situation in Griechenland wieder bessere. Der Geldfluss diente den Banken um den einen oder anderen Kollaps zu verhindern. Griechenland selber hat vermutlich keinen Cent gesehen, welcher nur annähernd dem Land geholfen hätte. Nur ein Wunder kann dieses Desaster noch lösen.
Die mögliche Lösung respektive Auswirkungen in Griechenland wird hier beschrieben:
In Griechenland wurde ein 50%iger Schuldenschnitt vollzogen. Viele Anleger darunter Private haben sich dafür bedankt. Dies nachdem bereits Milliarden nach Griechenland verschoben und verschluckt wurden. Beachtet man die Zinsentwicklung ist der nächste Schuldenschnitt, respektive wohl eher Bankrott nicht mehr weit.
Und eben das Unfassbare, Undefinierbare ist, dass niemand abschätzen kann wie die Märkte reagieren. Folgende Reaktionen sind bereits erkennbar, ob Zufall vom Zeitpunkt oder wegen der brandheissen Situation in Griechenland ist ungewiss:
Gold fällt (obwohl ja der Euro perse auf dem Spiel steht): Silber dito!
Der Bund Future steigt in den Himmel:
Der spanische 10-jährige Zins steigt wieder in Richtung Rekordhöhen:
und die US Schulden werden uns bald wieder aktiv verfolgen:
Die nächste Geld-Tsunami scheint vor der Tür, anders geht's wohl nicht mehr. Die Märkte können wohl nur noch mit Geld drucken gestützt werden. Das Wachstum, welches notwendig ist erzielen wir wohl kaum. Dass die Firmen heute mehr denn je Geld verdienen ist nicht unbedingt ein Argument für höhere Kurse, zumal dies auf Kosten von immer mehr in Konkurs gehenden Firmen passiert sein könnte. Die These, dass die Firmen wohl eher ausserordentlich und nicht nachhaltig viel Geld verdienen wird dabei weniger genannt als das Gegenteil. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft auch hier deutlich auseinander.
Die Zinsen sind bereits auf tiefstem Niveau und wirken für einige Notenbanken bereits wie eine Zwangsjacke. Europa hat noch Spielraum. Ebenso Asien und Australien und ein paar andere Länder. Wachstum über die Zinsen anzkurbeln ist Vergangenheit, also bleibt Geld drucken.
Charttechnische Stimmen prophezeiten Kursavancen nachdem Dax & Co gewisse Indexstände erreicht haben:
DAX über 7200
(jetzt kanns erst richtig losgehen 7600, 8000 und höhere Ziele wurden genannt). Aktuell stehen wir bei 6350
SMI über 6200
(jetzt kann es auch hier Richtung 7000 gehen). Aktuell stehen wir bei 5870.
Wieso nach erreichten Höchstständen immer wieder höhere Ziele genannt werden und dabei Anleger meist nach euphorischen Stimmen von euphorischen Analysten in den Markt gepusht werden bleibt bis heute ein Rätsel. Die Ernüchterung in den letzten 12 Jahren ist meist riesig und hinterlässt viele Fragezeichen in der Kommunikation von Banken und Analysten.
Und zu guter Letzt erleben wir welche "Farce" die Ratingagenturen sind. Nachdem Griechenland nach dem Schuldenschnitt von Fitch wieder aufgewertet wurde, hatte man keinen notwendigen Weitblick und stuft nur knapp 1 Monat später Griechenland wieder auf CCC ab. Hü Hott wir springen wie Lemminge hinterher, als ob man nicht sehen konnte, dass das Problem Griechenland nach dem Schuldenschnitt weder gelöst noch verbessert wurde. Das ganze bringt nur noch ein heimliches Kopfschütteln hervor. Peinlich wirklich peinlich.
Es bleibt weiterhin eine riesige Herausforderung die richtigen Anlagen zu tätigen.