Risiko bei den Banken: Das unglaubliche Handeln und Wirken der Banken!
Oktober 2011
Wir lernen seit x-Jahren, dass man (s)ein Anlageportefeuille diversifizieren soll. In vielen Anlegerprofilen und Leistungsaufträgen gegenüber den Kunden ist dies bei den Banken auch verankert.
 
Nun erfahren wir, dass offenbar die Dexia Tochter enorme Schwierigkeiten hat mit Anleihen von Spanien, Italien, Portugal, Griechenland etc. Der Punkt ist nicht, dass man Geld geliehen hat, sondern wie viel. Und da hat man bis heute ebenfalls nichts gelernt.
 
...Gruppe habe staatlichen Stellen in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien 5,4 Milliarden Euro geliehen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Die Bank sei damit im Verhältnis zu ihrem Eigenkapital große Risiken eingegangen.
 
Und wieso gehen die Banken zu grosse Risiken ein? Weil jede Bank in den letzten Jahren massiv wachsen wollte (weil das Argument immer wieder war, dass man sonst nicht überleben könnte und der Druck der Shareholder so gross sei) und ebenso wurden Eigenkapitalrenditen von 15% und mehr hinausposaunt. Dass die Renditen mit Aktien seit ca. 1997 nur noch Verluste oder zumindest nicht die erwarteten Gewinne brachte, wenn man nicht ein optimales Timing hatte (1987, 1990, 1997, 2003, 2009) ist kein Geheimnis, also suchte man nach Alternativen. Man wollte Schlauer als der Markt sein. UBS, CS und dutzende Banken weltweit mussten erfahren, dass dies nicht funktioniert. Die Formel sieht dabei immer wieder in etwa grob so aus: (2004: 16%, 2005: 12%, 2006: 17%, 2007: -20%, 2008: -40%) immer wieder das Gleiche: 3-5 Jahre Gewinne und dann wieder alles verloren meist noch mehr bis zum Konkurs. Der Kunde sagt Danke, der Aktienanleger (Shareholder) ebenfalls. Unendliches Wachstum funktioniert NICHT dauerhaft!
 
https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/kredite-deutsche-dexia-tochter-in-grosser-not/4734464.html
 
Schade, nun scheint eine erneute Welle von Verlusten und Abschreiber auf uns zuzukommen. Reine Spekulation aber oft birgt jede negative Marktbewegung Gefahren für die Banken. Nun haben wir die massive Verschuldung der Staaten, Staaten welche kurz vor der Pleite stehen, Fehlspekulationen (UBS), Markteinbruch (vor allem im DAX von über 2000 Punkten) im August, CHF Stärke mit einem massiv schnellen Umschwung welche bestimmt und ziemlich sicher vielen Banken Geld gekostet hat.
 
Machen Banken Verluste, wollen sie diese wieder aufholen. So kommuniziert jedenfalls erneut die UBS:
 
https://www.handelszeitung.ch/management/carsten-kengeter-das-darf-man-honorieren
 
In einem Interview mit Carsten Kengeter äussert sich Kengeter er WOLLE WIEDER DIE NUMMER 1 WERDEN IM INVESTMENT BANKING, DAS WERDEN WIR AUCH SCHAFFEN, irgendwo hat man auch gelesen, dass er die Verluste WIEDER AUFHOLEN WOLLE. So so, also erneut mehr Risiken eingehen und vor allem die Mitarbeiter NOCH MEHR unter Druck setzen, mehr Risiken im Investment Banking einzugehen und an der Kundenfront den Kunden Produkte zu verkaufen. Ein MBA, Master oder "ichbinderBeste" Abschluss reicht nicht alleine um Erfolg zu haben. Dass dies kein Erfolg brachte, haben die letzten 15 Jahre bei den verschiedenen Finanztornados bewiesen.
 
Kürzlich ist dieses Interview im Netz erschienen, mit erdbebenartigem Feedback aus der ganzen Welt. Er wollte uns zeigen wie Investmentbanker und Trader denken.
 
https://www.youtube.com/watch?v=jsDjTbP7TS0
 
Ich denke dieser junge Herr ist nicht weit weg von der Realität, werden wir dieses Video in 2 - 3 Jahren anschauen, werden wir die Auflösung haben. Ob dieses Video ein „Fake“ war oder nicht soll jeder selber entscheiden.
 
Nun, hoffen wir, dass es nicht so schlimm kommt und verdrängen unser ungutes Gefühl. 
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